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Massenproduktion

„Sie können jede Farbe haben, solange es Schwarz ist.“ Henry Ford

Definition:

Als Massenproduktion wird die Herstellung von großen Mengen eines gleichen Produkts über eine nicht vorbestimmte Zeitspanne bezeichnet. Eine Vorraussetzung hierbei ist die Verwendung von standardisierten Einzelteilen, die durch zumeist maschinelle Fertigung auf sogenannten Fertigungsstraßen zusammengebaut werden. Das Wesen der Massenfertigung oder Massenproduktion beruht auf der Gleichartigkeit eines Produktes, so dass der Produktionsprozess einfach immer wieder wiederholt werden kann. Dabei werden dieselben Maschinen in derselben Aufeinanderfolge und in derselben zeitlichen Beanspruchung eingesetzt.

Heutzutage ist der Begriff Massenfertigung auch unter dem Namen Fordismus bekannt, unter welchem es seine Blütezeit erlebte. Als Fordismus bezeichnet man eine nach dem Ersten Weltkrieg etablierte Form industrieller Warenproduktion. Sie ist benannt nach dem US-amerikanischen Industriellen Henry Ford, dessen Organisation von Arbeit und Kapital als typisch für die gesamte Epoche angesehen wird. Unter Henry Ford wurde eine Lohnerhöhung bei gleichzeitiger Verbilligung der Produkte angestrebt, da die Massenanfertigung auch einen Massenkonsum voraussetzt. Wenn diese nicht gegeben ist, würde es zu einer Überproduktion kommen

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Geschichte

Die Massenproduktion hat ihren Ursprung in der industriellen Revolution, die eine Produktion in hoher Stückzahl erst möglich gemacht hatte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich in Amerika das „American System of Manufacture“, die auf den Prinzipien der Präzision, der austauschbaren Teile, der speziellen Maschinen, der Konzentration auf das Fertigungsverfahren und der Arbeitsteilung aufbauten. So wurde 1796 der berühmte amerikanische Erfinder Eli Whitney beauftragt 10.000 Musketen mittels dieser neuen Technologie herzustellen. Ihm wurden dafür 2 Jahre Zeit gegeben. Obwohl er insgesamt 8 Jahre brauchte, um die geforderte Menge herzustellen, war dies ein großer Schritt in die Massenproduktion. Er benötigte die Zeit, um das System zu verbessern und die Maschinen für eine solche Produktion zu entwickeln und herzustellen. Whitney schaffte es daraufhin weitere 15.000 Musketen zu liefern, die er in nur 2 Jahren produzierte.

Vorteile und Nachteile

Die Vorteile liegen in der Fokussierung der Arbeitsvorbereitung, der die Produktionsverrichtung und der Vertriebsaufgaben liegen auf nur ein einem Produkt bzw. eine geringe Anzahl von Produkten, welche in großer Stückzahl produziert werden können, dies führt zu einer Nutzung aller Rationalisierungsmöglichkeiten. Dadurch können die Betriebmittel bestmöglich ausgenutzt werden, was zu einer Reduktion der Gesamtkosten führt.

Die Nachteile der Massenproduktion liegen zum einen bei der Unflexibilität im sehr starren und durchstrukturierten Produktionsprozess. Wenn also ein Fehler bei einem Produkt entsteht, muss die gesamte Produktion eingestellt werden und es geht Zeit verloren. Außerdem geht mit der Massenproduktion oft eine Unzufriedenheit der Mitarbeiter aufgrund homogener Arbeitstätigkeiten, Entfremdung der Arbeitenden, hohe physische und psychische Belastungen einher.